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Die Unterschiede zwischen PRP PRF und Plasma Gel sowie ihre besten Anwendungen und Kombinationen

Die regenerative Medizin hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Besonders im Bereich der ästhetischen und orthopädischen Behandlungen gewinnen Verfahren mit körpereigenem Blutplasma immer mehr an Bedeutung. PRP (Platelet-Rich Plasma), PRF (Platelet-Rich Fibrin) und Plasma Gel sind drei unterschiedliche Methoden, die auf der Nutzung von Blutplättchen basieren, aber sich in ihrer Herstellung, Zusammensetzung und Anwendung unterscheiden. Dieser Beitrag erklärt die Unterschiede, zeigt die besten Einsatzgebiete und wie sich diese Verfahren sinnvoll kombinieren lassen.


Nahaufnahme von Blutplasma in einem Laborgefäß mit klarer Trennung der Bestandteile
Blutplasma in Laborgefäß mit klarer Trennung

Was ist PRP und wie funktioniert es?


PRP steht für Platelet-Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Dabei wird dem Patienten Blut entnommen und in einer Zentrifuge aufbereitet. Das Ziel ist, die Blutplättchen zu konzentrieren, da diese Wachstumsfaktoren enthalten, die Heilungsprozesse anregen.


  • Herstellung: Blut wird mit Antikoagulanzien behandelt und zentrifugiert, um die Plättchen zu konzentrieren.

  • Zusammensetzung: Flüssiges Plasma mit hoher Konzentration an Thrombozyten, aber ohne Fibrinmatrix.

  • Wirkung: Fördert Zellregeneration, Kollagenbildung und Gewebereparatur.


PRP wird häufig bei Hautverjüngung, Haarwachstum und orthopädischen Verletzungen eingesetzt. Die Behandlung ist minimalinvasiv und nutzt körpereigene Substanzen, was das Risiko von Nebenwirkungen reduziert.

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PRF – die natürliche Weiterentwicklung von PRP


PRF steht für Platelet-Rich Fibrin und ist eine Weiterentwicklung von PRP. Der Unterschied liegt in der Herstellung und der Zusammensetzung.


  • Herstellung: Blut wird ohne Zusatz von Antikoagulanzien zentrifugiert, wodurch sich eine natürliche Fibrinmatrix bildet.

  • Zusammensetzung: Enthält neben den Blutplättchen auch eine dichte Fibrinstruktur, die Wachstumsfaktoren langsamer freisetzt.

  • Wirkung: Die Fibrinmatrix wirkt wie ein Gerüst, das die Regeneration über einen längeren Zeitraum unterstützt.


PRF eignet sich besonders gut für Anwendungen, bei denen eine nachhaltige Heilung gewünscht ist, etwa in der Zahnmedizin, bei Wundheilung oder in der ästhetischen Medizin für Hautstraffung und Volumenaufbau.


Plasma Gel – ein festes Gel für Volumen und Regeneration


Plasma Gel ist eine neuere Methode, bei der das plättchenreiche Plasma durch Erhitzen in ein Gel umgewandelt wird. Dieses Gel kann als Füllmaterial verwendet werden.


  • Herstellung: PRP wird erhitzt, bis es gelartig wird.

  • Zusammensetzung: Festes Gel mit konzentrierten Wachstumsfaktoren und Proteinen.

  • Wirkung: Bietet Volumen, unterstützt die Regeneration und wirkt als natürliches Füllmaterial.


Plasma Gel wird vor allem in der ästhetischen Medizin eingesetzt, um Falten zu glätten, Volumen in Gesichtspartien aufzubauen oder Narben zu verbessern. Es ist eine natürliche Alternative zu synthetischen Fillern.


Seitliche Nahaufnahme eines Gesichts mit sichtbarem Volumenaufbau durch Plasma Gel
Gesichtsvolumenaufbau mit Plasma Gel

Die besten Anwendungen der drei Verfahren


Jedes Verfahren hat seine Stärken und eignet sich für unterschiedliche Behandlungsziele:


  • PRP

- Hautverjüngung und Verbesserung der Hautstruktur

- Förderung des Haarwachstums bei Haarausfall

- Unterstützung der Heilung bei Sportverletzungen und Gelenkproblemen


  • PRF

- Langfristige Wundheilung und Geweberegeneration

- Zahnmedizinische Anwendungen wie Knochenaufbau und Implantatunterstützung

- Hautstraffung und Volumenaufbau mit nachhaltiger Wirkung


  • Plasma Gel

- Volumenaufbau im Gesicht (z.B. Wangen, Lippen)

- Faltenbehandlung und Narbenverbesserung

- Natürliche Alternative zu Fillern mit zusätzlicher Regenerationswirkung


Wie lassen sich PRP, PRF und Plasma Gel kombinieren?


Die Kombination der Verfahren kann die Behandlungsergebnisse verbessern. Zum Beispiel:


  • PRP und PRF: PRP kann für schnelle Regeneration eingesetzt werden, während PRF die Wirkung über längere Zeit stabilisiert. So profitieren Patienten von sofortiger und nachhaltiger Heilung.

  • PRF und Plasma Gel: PRF unterstützt die Regeneration, während Plasma Gel Volumen schafft. Diese Kombination eignet sich besonders für die ästhetische Behandlung von Gesichtskonturen.

  • PRP und Plasma Gel: PRP kann vor oder nach der Plasma Gel-Injektion angewendet werden, um die Hautqualität zu verbessern und die Wirkung des Gels zu unterstützen.


Diese Kombinationen sollten individuell auf den Patienten und das Behandlungsziel abgestimmt werden.


Nahaufnahme eines medizinischen Sets mit Spritzen und Blutproben zur Herstellung von PRP, PRF und Plasma Gel
Medizinisches Set mit Spritzen und Blutproben zur PRP, PRF und Plasma Gel Herstellung

Wichtige Hinweise und Fazit


Die Behandlung mit PRP, PRF und Plasma Gel basiert auf körpereigenen Substanzen und gilt als sicher. Dennoch sollten Behandlungen nur von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden. Die Auswahl des richtigen Verfahrens hängt vom individuellen Bedarf, der gewünschten Wirkung und der medizinischen Indikation ab.


 
 
 

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